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© 1999-2011  Matthias Riedel

 
 
 
 
 

 

     
 

Ägypten 2011: Tauchen im Roten Meer

Yallah, yallah!

 Nach Aufenthalten in Safaga und Dahab sind wir wieder einmal nach Ägypten zurück gekommen, um für eine Woche zu tauchen und uns auf der PADI-Ausbildungsleiter eine Stufe höher zu schwingen.   

Als Tauchgebiet haben wir uns die ruhige Wüstengegend um Marsa Alam heraus gesucht.

Über ein Last Minute Angebot haben wir kurz entschlossen ein Flug und Hotelpaket gebucht.

Der Nachteil bei diesem Angebot war, dass der Flug nur bis zur Touristenhochburg Hurghada ging, obwohl Marsa Alam seit einigen Jahren einen lokalen Flughafen besitzt.

So wurden wir von Hurghada den Rest der Strecke in den Süden in einer vierstündigen Busfahrt durch die Wüste zu unserem Ziel gekarrt. Wer nicht unbedingt die Wüstenlandschaft aus einem dahinrasenden Bus erleben möchte, sollte lieber versuchen Marsa Alam direkt anzufliegen.

 

 

 

Das Einzige, was wir dem Last Minute Zufall nicht überlassen wollten, war eine Tauchschule herauszufiltern, die etwas mehr anbietet als den üblichen PADI Ausbildungstrott. Hierfür sind wir im Internet und mit Hilfe eines Fernsehberichts auf die Tauchschule Blue Heaven Holidays in der Tondoba Bay gestossen (Blue Heaven Holidays; Tondoba Bay, 14 km south Marsa Alam, P.O. Box 4, 84721 Marsa Alam, Read Sea, Egypt, Tel: +20 (0)17 8058885, e-mail: info@blueheavenholidays.com). Hier führt ein entspanntes deutsch-ägyptisches Pärchen ein Tauchcenter, welches sich mittels verschiedener Projekte dem Naturschutz und der Erforschung des Ökosystems „Rotes Meer“ verschrieben hat. Wer will, kann bei der Biologin Constanze und ihrem Mann Ayman alles Erdenkliche bis ins Detail über Flora und Fauna des Saumriffs lernen.

Um das vielfältige Leben rund um die Korallen zu entdecken, muss man nur wenige Meter am Hausriff ins Wasser hineinlaufen und schon kann es mit dem Tauchgang losgehen. Aus diesem Grund kommen hier auch Schnorchler auf ihre Kosten, da sich das farbenfrohe intakte Marineleben sehr nahe unter der Wasseroberfläche und in Strandnähe abspielt.

       
 

Wer bei Marsa Alam an ein zentrales Touristengebiet denkt, mit lautem Nachtleben und grossen Shoppingcentern, sollte lieber in Hurghada bleiben. Die Touristenregion Marsa Alam ist eine auf viele Kilometer an der Küste weit verteilte Ansammlung von Hotelanlagen. Dabei fällt einem auf, dass die meisten Gebäude entlang des Küstensaums Hotelruinen sind, die aufgrund der Immobilienblase, die vor einigen Jahren platzte, nicht mehr fertig gestellt wurden. Marsa Alam ist kein Ort, den man unbedingt gesehen haben muss und daher wird sich in dieser Gegend nur der glücklich fühlen, der Ruhe sucht, ausgiebig das Leben unter Wasser auf sich wirken lassen will oder feststellen möchte, dass die Wüste im Hinterland lebt.

 

       
 

Wie so oft sind die Befürchtungen, das Land wäre aufgrund der Revolution im Januar 2011 und des Sturzes des Regimes Mubarak instabil, mehr als überzogen. Kairo, wo sich das politische Leben abspielt, ist hunderte von Kilometern entfernt und wirkt sich daher nur eingeschränkt auf das tägliche Leben der Menschen in den Küstengebieten aus. Die Gesamtsituation ist weitgehend stabil und daher können die Einheimischen nicht nachvollziehen, warum die Touristen aus Angst vor Unruhen das Land weiterhin meiden.

Ein deutlicher Unterschied zum letzten Besuch Ägyptens war die deutliche Zurückhaltung der Polizei im Hinblick auf Kontrollen. Die Polizei hatte einen schlechten Ruf in diesem Land und ist nach dem Umsturz etwas verunsichert über ihre eigene Position.

 Wer von Europa aus schnell ein Taucherparadies erreichen möchte, bei dem das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt, ist am Roten Meer in Ägypten mit seinen gastfreundlichen Menschen mehr als gut aufgehoben. Wir wollen dabei einmal die individuelle Preisfestlegung und den von US-Dollar in Euro, sehr großzügigen und zöllnerfreundlichen Umrechungskurs der Visagebühr am Flughafen übersehen.

Marsa Alam ist ein Küstenstreifen, der vom Strand aus betaucht werden kann und daher ewiges Herumfahren mit dem Boot zu einem grossen Teil überflüssig macht.

Es bleibt zu hoffen, dass die vielen Bauruinen in der Küstenregion nicht doch noch eines Tages fertig gestellt werden. In diesem Fall, wäre die Zerstörung des Riffs nur noch sehr schwer aufzuhalten.

Die Zukunft wird zeigen, ob die Behörden klug genug sind, Initiativen zur Erhaltung des Lebensraums Riff weiterhin ernst zu nehmen und weiter zügig auszubauen.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Hinweise an die Hand geben, die euch die Entscheidung leichter macht, ob Marsa Alam der richtige Ausgangspunkt für euch ist das Rote Meer und die Wüste kennen zu lernen.

     

 

 

 

 

Ägypten 2000: Tauchen im Roten Meer

Sinaihalbinsel bei Dahab

 

 

 

Ägypten Sinaihalbinsel rund um Dahab war mein Ziel für ein Kurzurlaub im Herbst 2000. Hitze und Wüste pur. Hier scheint sich nur wenig Leben zu regen.

 

 

 

 

 

In Dahab und Umgebung kann man ein wenig die Wüste erkunden

 

 

 

Dahab ist meiner Meinung nach ein idealer Ort um entspannte Tauchgänge zu unternehmen. Dies liegt daran, dass man direkt vom Ufer aus die Korallen erreichen kann. Meist weniger als 50 Meter sind zu überwinden und machen somit eine Bootsfahrt zu den Tauchspots überflüssig. Die Oberflächenpausen zwischen den Tauchgängen kann man dann wieder bequem am Strand genießen.

 

Aber wagen wir mal einen Blick unter Wasser. Alles vor- bereitet für den kleinen Trip unter Wasser?

 

Kugelfisch

Die Vielfalt von Meeresbewohnern ist faszinierend

 

 

 

Falterfische

 

 

Mantas auch ohne Fuchsschwanz

Ups Barakudas

Sodele das wars´-   Jetzt hat mich die Erdoberfläche wieder.

 

Und wenn es euch gefallen hat dann ruft einfach bei der nächsten Telefonzelle in der Wüste an.